Hallo zusammen! Hier ist wieder Elisa.
Wie ich schon in meinem letzten Blogeintrag geschrieben habe, hat es mich ein bisschen erwischt und ich lag ein paar Tage mit einer Erkältung flach. Im Februar hatte ich ja schon einmal einen leichten Schnupfen, deshalb dachte ich diesmal, es wird ähnlich harmlos. Ganz so einfach war es dann doch nicht. Nach ungefähr zehn Tagen ging es mir endlich besser, und als ich wieder im Wald spazieren war, hatte sich die Landschaft schon richtig verändert. Auf den Wegen, die vor Kurzem noch ganz farblos waren, blühten plötzlich überall Blumen, und ich bin auch ein paar Mal Schmetterlingen begegnet.

Ich kenne mich mit Schmetterlingen nicht besonders gut aus, aber es dürfte sich um den sogenannten Waldbrettspiel handeln, eine Art mit auffälligen Augenmustern auf den Flügeln. Unsere Oma in Japan hat Schmetterlinge sehr geliebt, und immer wenn so einer leicht flatternd vorbeikommt, denke ich mir „Ah, Oma ist da“.
So weit war ich also schon wieder halbwegs auf den Beinen, aber ich springe jetzt zurück zu dem Zeitpunkt, als alles angefangen hat. Eines Morgens bin ich aufgewacht und hatte plötzlich starke Halsschmerzen. Schlucken war kaum möglich. Klar, Halsweh hat man öfter, aber es gibt diese Art von Schmerz, bei der man sofort merkt, das könnte ungut werden. Genau so war es diesmal.
Zuerst habe ich versucht, das Ganze mit Oreganoöl auf den Hals und Gurgeln mit Teebaumöl in den Griff zu bekommen. Am Nachmittag kamen dann Kopf und Gliederschmerzen dazu. Da dachte ich mir schon, das wird wohl noch mehr werden. Am nächsten Tag war es dann auch so. Vormittags habe ich noch halbwegs normal eingekauft und meinen Alltag erledigt, aber langsam stieg die Temperatur, und dazu kam dieser knallgelbe Schnupfen, sorry für die Details. Schüttelfrost hatte ich keinen, aber ich war einfach nur extrem schlapp und lag die meiste Zeit.
Am dritten Tag dann plötzlich ein neues Gefühl. Augen, Gesicht und sogar die Zähne taten weh. Die Nase war komplett verstopft, und im Inneren hat es richtig gepocht. Ich hatte das noch nie zuvor, aber es stellte sich heraus, dass ich wohl eine Nebenhöhlenentzündung hatte. Meine Schwester kennt das leider gut und meinte gleich, dass sich das oft hartnäckig hält. Ab da bekam ich auch richtig Fieber und mein Appetit war plötzlich weg. Ziemlich mühsam.
Für die Nase hatte ich von Anfang an Nasenspülungen gemacht, mit abgekochtem Wasser, etwas Meersalz aus der Küche und einem Tropfen Grapefruitkernextrakt. Dann bin ich aber doch in die Apotheke gegangen und habe mir spezielles Emser Salz besorgt.

Dieses Emser Salz stammt aus dem Kurort Bad Ems in Deutschland und wird aus Thermalwasser durch Verdampfen gewonnen. Es enthält über 30 Mineralstoffe und Spurenelemente und wirkt schleimlösend, entzündungshemmend und abschwellend. Es wird häufig bei Erkältungen, Nebenhöhlenentzündungen und Allergien für Nasenspülungen verwendet, also genau das Richtige in meinem Fall. Meine Schwester und auch mein Partner haben es schon länger verwendet, also habe ich angefangen, zweimal täglich damit die Nase zu spülen. Den Grapefruitkernextrakt hatte ich übrigens schon früher im Blog erwähnt, er wirkt stark antibakteriell und wurde mir sogar einmal vom Arzt meines Partners empfohlen.
Sobald ich mich hingelegt habe, wurden der Druck im Kopf und die Schmerzen allerdings schlimmer, deshalb konnte ich zwei bis drei Tage nur mit erhöhtem Kopf schlafen. Aber nach etwa drei Tagen wurde es plötzlich besser. Die Schmerzen ließen nach und der angesammelte Schleim konnte endlich abfließen. Der Druck war auf einmal weg und ich habe mich deutlich erleichtert gefühlt.
Allerdings hängt bei solchen Sachen ja alles zusammen. Kaum war die Nebenhöhlenentzündung besser, hat mein rechtes, ohnehin empfindlicheres Ohr Probleme gemacht. Es fühlte sich wie ein Paukenerguss an, und ich habe auf dieser Seite plötzlich nichts mehr gehört 😅 Diese Erkältung war wirklich hartnäckig.
Früher bin ich damit immer zum Arzt gegangen und habe Antibiotika oder Kortison verschrieben bekommen. Aber ehrlich gesagt habe ich inzwischen ziemliche Vorbehalte gegenüber Antibiotika. Bei früheren Mittelohrentzündungen haben sie mir eigentlich nicht wirklich geholfen, vor allem wenn es viral war, dafür aber meine Darmflora ziemlich durcheinandergebracht. Deshalb wollte ich es diesmal anders versuchen und meinem Körper vertrauen, ganz ohne Medikamente wieder gesund zu werden.
Zum Glück hatte ich diesmal keine Schmerzen im Ohr, wie man sie bei einer akuten Mittelohrentzündung kennt. Trotzdem war klar, das Ohr hängt mit der Nase zusammen. Also habe ich weiterhin konsequent Nasenspülungen gemacht und zusätzlich Inhalationen mit ätherischen Ölen.
Dafür einfach heißes Wasser in eine Schüssel, je zwei Tropfen Pfefferminzöl und Eukalyptus radiata dazu, ein Handtuch über den Kopf und dann abwechselnd durch Nase und Mund einatmen. Danach lasse ich die Schüssel einfach noch im Raum stehen.

Ob es nun daran lag oder nicht, aber meine Nase wurde deutlich besser, und etwa eine Woche nachdem ich auf dem Ohr nichts mehr gehört hatte, kamen langsam wieder Geräusche durch.
Bisher hatte ich bei Mittelohrentzündungen oft drei bis vier Wochen kaum etwas gehört, selbst mit Medikamenten. Dass es diesmal so schnell besser wurde, hat mich ehrlich gesagt selbst überrascht. Auch die allgemeine Müdigkeit wurde nach etwa einer Woche deutlich weniger, und mein Körper hat sich langsam wieder an den Alltag gewöhnt.
So war meine Woche dann auch ziemlich schnell vorbei. Interessanterweise hat sich mein Partner gar nicht angesteckt, nur ich lag flach. Vielleicht war ich einfach etwas übermüdet. Ich habe schon länger versucht, auf meine körperliche und mentale Gesundheit zu achten, aber bis sich das wirklich zeigt, dauert es eben. Natürlich gibt es Situationen, in denen man medizinische Hilfe braucht, vor allem wenn der Körper allein nicht mehr weiterkommt. Aber grundsätzlich glaube ich, dass unser Körper sehr wohl die Fähigkeit hat, sich selbst zu heilen. Fieber, Schmerzen und diese extreme Müdigkeit haben ja auch einen Sinn, nämlich uns zur Ruhe zu bringen. Vielleicht ist es gar nicht so klug, immer sofort dagegen anzukämpfen. So unangenehm es ist, vielleicht sollten wir den Körper eher unterstützen als unterdrücken.
Trotzdem muss ich sagen, ich bin wirklich oft erkältet… ein bisschen robuster dürfte ich schon werden.
Danke, dass ihr auch diesmal meine Erfahrung gelesen habt. Nächste Woche gibt es dann wieder einen neuen Beitrag von Karin!


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