Hallo zusammen!
Auch diese Woche darf ich (Elisa)euch wieder durch den Blog begleiten!
Mit dieser Woche hat der Juli begonnen und eigentlich könnte man sagen, der Sommer ist jetzt so richtig da. Wobei wir in Wien das Gefühl hatten, dass der Hochsommer schon Ende Juni angekommen ist. Die Hitzewelle hat uns nämlich außergewöhnlich heiße Tage beschert. 💦
In vielen Teilen Europas, vor allem in Frankreich und Deutschland, wurden über etwa eine Woche hinweg Temperaturen von mehr als 40 Grad gemessen. Weltweit wurde darüber berichtet, dass zahlreiche Menschen unter der Hitze litten und es leider auch Todesfälle durch Hitzschläge gab.
Als ich vor etwas mehr als zehn Jahren nach Wien gezogen bin, habe ich schon einmal eine Phase mit Temperaturen über 40 Grad erlebt. Dass eine solche Hitze allerdings bereits im Juni über mehr als eine Woche anhält, habe ich hier zum ersten Mal erlebt.
Verantwortlich dafür war offenbar ein sogenannter Hitzedom. Dabei strömt heiße Luft aus Nordafrika nach Europa, während ein stabiles Hochdruckgebiet die warme Luft wie unter einer Glocke festhält.
Wie ich hier im Blog schon öfter geschrieben habe, sind Klimaanlagen in Europa nach wie vor deutlich weniger verbreitet als beispielsweise in Japan oder den USA. Schätzungen zufolge verfügen hier nur etwa 20 Prozent der Haushalte über eine Klimaanlage, während der Anteil in Japan und den USA bei rund 90 Prozent liegt. Gründe dafür gibt es mehrere, unter anderem die Bauweise vieler Gebäude, die Kosten und auch das Umweltbewusstsein.
Gerade bei älteren Häusern ist der Einbau einer Klimaanlage oft kompliziert, weil Genehmigungen erforderlich sind oder die historische Bausubstanz erhalten werden muss. Andererseits denkt man sich bei solchen Temperaturen natürlich auch, dass man irgendwann einfach nur noch eine Abkühlung möchte.
In den vergangenen Sommern bin ich meist mit einem Ventilator ganz gut zurechtgekommen. Dieses Jahr war das allerdings gar nicht so einfach, denn vielerorts waren Ventilatoren innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Ich habe deshalb meinen kleinen Ventilator aus den vergangenen Jahren wieder hervorgeholt, morgens früh gut durchgelüftet und anschließend alle Fenster geschlossen, um die Hitze möglichst draußen zu halten.
Trotzdem stieg die Temperatur in meiner Wohnung schließlich auf über 30 Grad. Im Schlafzimmer wurden sogar 32 Grad erreicht. Dabei gelten etwa 18 bis 20 Grad als ideale Schlaftemperatur. Kein Wunder also, dass an erholsamen Schlaf kaum zu denken war. Da die Sonne erst sehr spät unterging, blieb es selbst gegen 22 Uhr oft noch wärmer als 30 Grad.
Nach einigem Überlegen lieh ich mir schließlich von einem Bekannten ein mobiles Klimagerät mit Abluftschlauch.
Der Schlauch wurde durch das Fenster nach draußen geführt und das Gerät war alles andere als leise. Vor dem Schlafengehen konnte es die Raumtemperatur zwar um ein bis zwei Grad senken, doch schon kurze Zeit später schien die warme Luft wieder zurückzukehren. Am Ende blieb nichts anderes übrig, als den Ventilator die ganze Nacht laufen zu lassen und zu hoffen, trotzdem etwas Schlaf zu bekommen.
Zum Glück ging diese außergewöhnlich heiße Woche irgendwann vorbei und inzwischen fühlt sich der Sommer in Wien wieder deutlich normaler an.
Ich muss zugeben, dass ich über die etwas niedrigeren Temperaturen momentan ziemlich erleichtert bin. 😌
Zum Schluss möchte ich euch noch zwei besonders niedliche Sommergäste zeigen.

An einem der heißesten Tage entdeckte ich dieses Eichhörnchen, das sich mit dem ganzen Körper auf den kühlen Boden beziehungsweise einen Baumstumpf gelegt hatte. Im Wald ist es durch den Schatten zwar etwas angenehmer als in der Stadt, doch durch die hohe Luftfeuchtigkeit fühlte sich die Hitze trotzdem drückend an.

Und hier seht ihr eine Stockente, die zwischen den Lotusblättern eine Pause eingelegt hat. Während sie sich in der Sonne aufhielt, konnte sie sich gleichzeitig im Wasser abkühlen. Es ist immer wieder faszinierend zu beobachten, wie geschickt Tiere mit den Bedingungen der Natur umgehen.
Ich bin gespannt, was uns der Juli und August noch bringen werden.
Auch in Japan sorgen derzeit Starkregen während der Regenzeit und immer wieder Erdbeben für unruhige Zeiten. Hoffen wir einfach, dass sich das Wetter bald wieder beruhigt und wir alle einen schönen und möglichst entspannten Sommer genießen können.
Bis zum nächsten Mal und danke, dass ihr wieder mitgelesen habt!


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