Hallo ihr Lieben, hier ist Elisa!
Mitten in der Obon Ferienzeit angekommen, hoffe ich, dass es euch allen gut geht und ihr den Sommer genießen könnt!
Ich selbst bin gerade in Japan und habe diesmal meine allererste Reise nach Osaka gemacht. Wegen der Jahreszeit hatte ich ehrlich gesagt ein bisschen Bedenken, was die Hitze und die vielen Menschen betrifft. Aber am Ende hatten wir drei richtig schöne und lebhafte Tage in Osaka und haben die Stadt sehr genossen.
Davon möchte ich euch heute ein wenig erzählen und natürlich auch ein paar Fotos mit euch teilen. Also begleitet mich noch ein kleines Stück durch meine Osaka Reise!
Wie schon bei meiner Kyoto Reise im letzten Jahr sind wir zunächst nach Nagoya gefahren und von dort mit dem Shinkansen weiter nach Shin Osaka. Mit dem Zug waren wir ungefähr vier Stunden unterwegs, insgesamt hat die Reise von zu Hause bis Osaka etwa fünf Stunden gedauert.
Ich hatte mich schon auf eine ordentliche Sommerhitze eingestellt, aber überraschenderweise war das Wetter viel angenehmer als gedacht. Durch den Einfluss eines Taifuns war es teilweise ziemlich windig und dadurch erstaunlich angenehm.
Unser erster Programmpunkt war das Wahrzeichen der Stadt, die Burg Osaka.
Wir stiegen an der Station Tanimachi yon chome aus und gingen von dort ungefähr 15 Minuten zu Fuß. Schon bald tauchte vor uns die wunderschöne Burg auf.

Mit dem Bau der Burg begann Toyotomi Hideyoshi im Jahr 1583. Der ursprüngliche Burgturm wurde zwar noch zu seinen Lebzeiten fertiggestellt, nach seinem Tod wurde die Burg jedoch vom Tokugawa Shogunat wieder aufgebaut. Der heutige Burgturm stammt wiederum aus dem Jahr 1931. Viele der Steinmauern und Wassergräben gehen allerdings noch auf die Edo Zeit zurück.
Wir betraten die Anlage durch das Otemon Tor und je näher man dem Hauptturm kommt, desto beeindruckender wird der Anblick. Der achtstöckige Burgturm ist rund 58 Meter hoch. Im Inneren befindet sich heute ein Museum, in dem man viel über die Geschichte der Burg und Osaka erfahren kann. Ganz oben angekommen, wartet außerdem ein wunderschöner Blick über die Stadt.

Der Wind war angenehm und Osaka lag uns richtig schön zu Füßen. Irgendwie hatte dieser Ausblick für mich genau dieses typische japanische Gefühl. Eine moderne Großstadt und gleichzeitig eine historische Burg mitten im Grünen.
Nach so viel Geschichte und Bewegung hatten wir natürlich Hunger. Also ging es weiter nach Dotonbori.

Rund um das berühmte Glico Zeichen war erwartungsgemäß unglaublich viel los. Die Restaurants waren fast überall voll, aber schließlich hatten wir Glück und konnten bei Fugetsu, einem Okonomiyaki Restaurant, einen Platz ergattern.

Unser Okonomiyaki mit Rindfleisch, Meeresfrüchten und Schweinefleisch war erstaunlich schnell fertig. Wir teilten alles untereinander und ließen es uns richtig schmecken.
Okonomiyaki direkt in Osaka zu essen, hat einfach etwas Besonderes. Mit der Unterstützung einer Freundin meiner Schwester konnten wir Osaka diesmal wirklich auch kulinarisch kennenlernen.
Am zweiten Tag stand dann das Kaiyukan Aquarium auf dem Programm. Ich hatte es schon vor der Reise auf meine Wunschliste gesetzt und deshalb war die Vorfreude entsprechend groß.
Was ich an diesem Aquarium besonders interessant fand, ist die Gestaltung der verschiedenen Bereiche. Die Lebensräume der Tiere werden nach unterschiedlichen Regionen der Welt dargestellt, sodass man beim Rundgang regelrecht von einer Unterwasserwelt in die nächste eintaucht. Und natürlich ist auch der riesige Walhai eines der großen Highlights.


Wir verbrachten etwa zweieinhalb bis drei Stunden im Aquarium und konnten uns ganz in Ruhe die unterschiedlichsten Meerestiere ansehen. Es ist definitiv nicht nur etwas für Kinder. Auch als Erwachsene kann man dort richtig viel entdecken.
Ich war bisher schon in Aquarien in Enoshima, Nagoya und Okinawa, aber die großen Becken im Kaiyukan waren wirklich beeindruckend. Besonders der Walhai und die Mantarochen im zentralen Becken waren ein echtes Erlebnis.
Gerade an heißen Sommertagen kann ich einen Besuch dort übrigens sehr empfehlen.
Nach einem ganzen Tag im Aquarium war es natürlich wieder Zeit für etwas typisch Osaka mäßiges.
Diesmal gab es Kushikatsu.

Dafür ging es nach Shinsekai zu Daruma, einem der bekannten Kushikatsu Restaurants. Dort haben wir uns ordentlich durch das Angebot gegessen.
Schweinefleisch, Garnelen, Wachteleier, verschiedenes Gemüse, Mochi und noch einiges mehr. Alles wurde frisch frittiert und kam schön knusprig auf den Tisch. Wir haben uns quer durch die Speisekarte probiert, viel gelacht und natürlich gegessen, bis wirklich nichts mehr ging.
Gemeinsam mit vielen Menschen zu essen, macht das Ganze einfach noch ein bisschen besser. Essen schmeckt doch gleich viel besser, wenn man es mit anderen teilen und gemeinsam genießen kann.
Zum Abschluss möchte ich euch noch mit einem kleinen Blick auf Osaka bei Nacht verabschieden.

Wenn man durch Shinsekai spaziert, taucht irgendwann der Tsutenkaku vor einem auf. Gerade am Abend ist die Gegend mit den vielen Lichtern wirklich ein tolles Fotomotiv. Ein bisschen kitschig, ein bisschen bunt und einfach sehr Osaka.

Auch diesmal war es nur eine kleine Reise, aber wir hatten großes Glück mit dem Wetter und konnten drei wirklich schöne Tage verbringen.
Beim nächsten Mal würde ich gerne noch etwas mehr durch die Stadt spazieren und weitere Ecken entdecken. Osaka hat kulinarisch und kulturell jedenfalls noch einiges zu bieten.
Bis zum nächsten Mal! 🌟


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