Hallo ihr Lieben! Wie geht es euch?
Heute nehme ich euch mit auf eine kleine Reise nach Korfu!
Anfang Juni habe ich fünf Tage mit meinem Freund auf Korfu in Griechenland verbracht und uns dort eine kleine Auszeit gegönnt. Einen richtigen Badeurlaub hatte ich schon lange nicht mehr gemacht. Dabei könnte man innerhalb Europas eigentlich ständig verreisen, schließlich liegt vieles direkt vor der Haustür. Ich muss allerdings zugeben, dass ich eher zu den Menschen gehöre, die lieber zu Hause bleiben. Entsprechend wenig bin ich bisher herumgekommen…
Auch diese Reise kam ziemlich spontan zustande, und ich habe kurz überlegt, ob ich überhaupt fahren soll… Letztendlich habe ich mich aber doch dazu entschieden. Da ich gerne alles im Voraus plane und mein Freund eher nach dem Motto „Wir schauen einfach mal“ reist, begann das Chaos schon bei den Vorbereitungen. Trotz aller Hektik haben wir viele schöne Erfahrungen gesammelt, und am Ende wurde die Reise sogar noch schöner, als wir erwartet hatten.
Ein paar Eindrücke möchte ich in zwei Teilen mit euch teilen. Vielleicht ist ja die eine oder andere Information für eure eigene Reise nach Korfu hilfreich.
Den Anfang macht heute die Stadt.
Von Wien aus erreicht man Korfu mit dem Flugzeug in etwa eineinhalb Stunden.

Die Insel liegt im Nordwesten Griechenlands in der Ionischen See und trägt auf Griechisch den Namen Kerkyra. Besonders spannend finde ich die Geschichte der Insel: Über die Jahrhunderte stand Korfu unter anderem unter venezianischer, französischer und britischer Herrschaft. Diese unterschiedlichen Einflüsse sind bis heute im Stadtbild sichtbar und verleihen der Insel ihren ganz eigenen Charakter.

Da wir während unseres Aufenthalts auch mit der Fähre weiterreisen wollten, haben wir uns ein Airbnb in Hafennähe gesucht. Direkt vor unserer Unterkunft bot sich dieser Ausblick. Meer und Berge liegen hier ganz nah beieinander, und die Natur wirkt unglaublich ursprünglich.
Durch seine Lage zwischen Italien, Albanien und dem griechischen Festland spielte Korfu schon früh eine wichtige Rolle für den Schiffsverkehr im Mittelmeerraum. Besonders beeindruckt hat mich jedoch die Farbe des Meeres. So ein intensives Blau sieht man nicht alle Tage.
Vom Fährhafen aus sind wir etwa zwanzig Minuten zu Fuß gelaufen, bis schließlich die Altstadt vor uns auftauchte.

Auf den ersten Blick fühlt man sich fast wie in Italien. Kein Wunder, denn Korfu stand rund vierhundert Jahre lang unter venezianischer Herrschaft. Die bunten Häuserfassaden, die engen Gassen und die gepflasterten Straßen verleihen der Altstadt ein ganz besonderes Flair.

In den kleinen Gassen reiht sich ein Souvenirladen an den nächsten. Besonders ins Auge gefallen sind mir diese Keramiken im venezianischen Stil. Meine Schwester hatte mir vor einigen Jahren schon einmal ähnliche Stücke aus Griechenland mitgebracht. Die kräftigen Farben und Muster gefallen mir bis heute sehr.

Beliebt sind außerdem Küchenutensilien und verschiedene Alltagsgegenstände aus Olivenholz. Solche Produkte sieht man auch auf vielen Weihnachtsmärkten in Österreich. Das Holz ist nicht nur äußerst langlebig, sondern begeistert auch durch seine wunderschöne Maserung, die jedes Stück einzigartig macht.

Wenn man an Griechenland denkt, denkt man natürlich auch an Oliven. Entsprechend häufig findet man auf Korfu Seifen auf Basis von Olivenöl. Dem Öl werden antioxidative Eigenschaften zugeschrieben, außerdem pflegt es die Haut und hinterlässt ein angenehm weiches Gefühl. Viele Sorten sind zusätzlich mit Düften wie Zitrone oder Lavendel verfeinert.
Noch etwas anderes begegnet einem in griechischen Souvenirläden ständig. Vielleicht habt ihr auf den Fotos bereits die kleinen blauen Augen entdeckt. Dabei handelt es sich um das sogenannte „Mati“, einen traditionellen Schutz gegen den bösen Blick. Man findet es als Halskette, Schlüsselanhänger oder Dekoration in den unterschiedlichsten Formen. Vor einigen Jahren bekam ich einmal einen türkischen Nazar Boncuğu geschenkt. Optisch und auch in seiner Bedeutung ist er dem griechischen Mati erstaunlich ähnlich. Solche kulturellen Verbindungen über Landesgrenzen hinweg finde ich immer wieder faszinierend.

Auf dem nächsten Foto seht ihr die Alte Festung von Korfu. Sie wurde als Teil der Verteidigungsanlagen gegen Angriffe des Osmanischen Reiches errichtet. Überhaupt stößt man auf der Insel immer wieder auf Festungen und Befestigungsanlagen.
Zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert geriet ein großer Teil Griechenlands unter osmanische Herrschaft. Korfu hingegen blieb dank der venezianischen Verwaltung und umfangreicher militärischer Befestigungen außerhalb des Osmanischen Reiches. Auch diese besondere Geschichte hat die Insel nachhaltig geprägt.
Zum Abschluss von „Reise nach Korfu – Teil 1“ möchte ich noch ein paar Eindrücke vom Meer mit euch teilen.

Korfu bietet unzählige wunderschöne Strände. Wir haben uns für den Gardenos Beach im Süden der Insel entschieden. Als wir Einheimische nach ihrem Lieblingsstrand gefragt haben, wurde uns dieser Ort empfohlen.
Da der Strand bisher vom Massentourismus weitgehend verschont geblieben ist, geht es hier angenehm ruhig zu. Die Landschaft ist beeindruckend und das Meer glasklar.

Leider war es an diesem Tag recht windig, und das Wasser entsprechend kühl. Trotzdem war es ein wunderbares Erlebnis. Das kristallklare Wasser und der feine Sand machten den Strand zu einem der schönsten Orte unserer Reise.

Für jemanden wie mich, der in einer Region ohne Meer aufgewachsen ist und heute in einem Binnenland lebt, war diese Landschaft etwas ganz Besonderes. Die trockene, warme Luft und der Duft des Meeres sind mir noch lange in Erinnerung geblieben.
Im nächsten Teil nehme ich euch mit auf eine kulinarische Entdeckungsreise über Korfu. Freut euch auf viele leckere Eindrücke!


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