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Körper & Seele

Hallo, hier ist Elisa!

Und schon sind wir im August angekommen! Ich hoffe, euch geht es gut und ihr könnt den Sommer genießen.

Gerade diese Zeit im Jahr ist nicht immer ganz einfach für unseren Körper. Die große Hitze draußen und gleichzeitig die Kälte durch Klimaanlagen können dazu führen, dass man sich schneller erschöpft fühlt oder aus dem Gleichgewicht kommt.

Hier in Europa sehe ich viele Menschen, die ihren Tag ganz bewusst beginnen. Früh am Morgen gehen sie durch das Grüne spazieren, laufen eine Runde oder bewegen sich einfach in der Natur, bevor sie zur Arbeit gehen. Auch ich gehöre dazu.

Joggen ist ehrlich gesagt nicht gerade meine Stärke, deshalb bin ich eher diejenige, die lange Spaziergänge macht. Aber gerade am frühen Morgen, wenn die Luft noch angenehm frisch ist, tut es unglaublich gut, sich zu bewegen und ruhig in den Tag zu starten.

Wenn ich darüber nachdenke, wie sehr ein einfacher Spaziergang die Stimmung verändern kann, wird einem wieder bewusst, wie eng Körper und Seele miteinander verbunden sind. Genau darüber möchte ich heute ein wenig schreiben und eine persönliche Geschichte mit euch teilen.

Es ist mittlerweile über 15 Jahre her, aber damals lebte bei uns ein Deutscher Schäferhund namens Domingo. Wir hatten ihn aufgenommen, als ich ungefähr fünf Jahre alt war. Für mich war er nicht einfach nur ein Hund. Er war ein Teil der Familie, fast wie ein Geschwisterkind, mit dem ich aufgewachsen bin.

Gerade ein Deutscher Schäferhund ist durch seine Größe und seine Ausstrahlung natürlich ein ganz besonderer Begleiter. Er war einfach immer präsent.

Domingo wurde zwölf Jahre alt, was für einen so großen Hund ein wirklich schönes Alter ist. Leider bekam er gegen Ende seines Lebens ein Lymphom in der Lunge. Er konnte kaum noch fressen, hatte sichtbar Schmerzen und wurde immer schwächer. Diese Entwicklung mitanzusehen, war für mich als Jugendliche unglaublich schwer.

Ich war damals ungefähr 16 oder 17 Jahre alt und die Trauer hat mir regelrecht den Boden unter den Füßen weggezogen. Ich konnte plötzlich nichts mehr essen.

Schon als Kind hatte ich manchmal Phasen gehabt, in denen mir vor lauter Stress oder seelischer Belastung übel wurde und ich nichts hinunterbekam. Damals nannte man das bei mir „Selbstvergiftung“, heute würde man vermutlich eher von einer körperlichen Reaktion auf psychische Belastung sprechen. Deshalb dachte ich zunächst, dass einfach meine innere Balance wieder aus dem Gleichgewicht geraten war.

Aber dieses Mal dauerte es viel länger.

Schon bevor Domingo starb, war mir ständig übel und ich konnte kaum essen. Mehrmals bekam ich Infusionen und wurde wieder nach Hause geschickt. Am Tag seines Todes musste ich schließlich selbst ins Krankenhaus.

Meine Mutter hatte damals eine unglaublich schwere Zeit. Nachdem sie bei der Einäscherung von Domingo gewesen war, musste sie direkt mit mir ins Krankenhaus fahren. Im Nachhinein denke ich oft darüber nach, wie belastend diese Zeit auch für sie gewesen sein muss.

Ich war ungefähr zwei Wochen im Krankenhaus. Das Seltsame war, dass ich nicht ständig erbrechen musste. Mir war einfach ununterbrochen schlecht und ich hatte überhaupt keinen Appetit. Egal welche Untersuchungen gemacht wurden, man fand keine eindeutige Ursache.

Das Einzige, was festgestellt wurde, war eine sehr starke Eisenmangelanämie. Vielleicht war auch das ein Faktor, der meinen Körper zusätzlich geschwächt hatte.

In einem Krankenhaus wurde meiner Familie sogar gesagt, dass die Eltern schuld seien und man mich von ihnen trennen müsse. In einem anderen Krankenhaus bekam meine Mutter den Rat, nie wieder einen Hund anzuschaffen.
Blödsinn!

Heute würde ich wahrscheinlich anders mit der Situation umgehen. Ich würde mehr darauf achten, wie wichtig Ernährung, Bewegung und ein stabiler Alltag für die Erholung sind. Aber damals hatte ich dieses Wissen natürlich noch nicht. Es dauerte schließlich etwa ein halbes Jahr, bis ich mich wieder vollständig erholt hatte.

Was ich damals am eigenen Körper gelernt habe: Wenn das Nervensystem einmal aus dem Gleichgewicht geraten ist, braucht es Zeit und Geduld, bis wieder alles in Ordnung kommt.

Man kann sich nicht einfach sagen: „Jetzt werde ich wieder gesund“, und erwarten, dass alles sofort verschwindet. Viel wichtiger ist es, den Körper wieder zu stärken, einen geregelten Alltag aufzubauen und ihm die Möglichkeit zu geben, mit Stress besser umzugehen.

Bei mir begann die Besserung langsam durch ganz einfache Dinge. Wieder regelmäßig zur Schule gehen, lernen, mich bewegen, richtig essen und ausreichend schlafen. Diese kleinen Routinen haben meinem Körper geholfen, wieder Vertrauen und Stabilität zu finden.

Und dabei war meine Mutter eine unglaublich wichtige Unterstützung.

Diese Erfahrung war für mich eine der ersten Situationen, in denen ich wirklich verstanden habe, wie eng unsere Gedanken, Gefühle und unser Körper miteinander verbunden sind.

Bis heute gibt mir diese Erinnerung sogar Kraft. Wenn ich schwierige Zeiten habe, denke ich manchmal zurück und sage mir: „Damals hast du es auch geschafft. Also wirst du auch diesmal einen Weg finden.“

Wir leben heute in einer Gesellschaft, in der viele Menschen unter großem Druck stehen. Besonders junge Menschen haben meiner Meinung nach oft mit noch mehr Belastungen zu kämpfen als wir damals als Teenager.

Natürlich sind psychische Probleme sehr komplex und jeder Mensch braucht andere Unterstützung. Trotzdem glaube ich, dass die Grundlagen oft dieselben bleiben: ein gesunder Alltag, gutes Essen, Bewegung, Zeit in der Natur, Begegnungen mit Menschen und Tieren sowie ausreichend Schlaf.

Vielleicht sollten wir Kindern und Jugendlichen nicht nur beibringen, wie sie möglichst viele Informationen aufnehmen können, sondern auch, wie sie gut mit ihrem eigenen Körper umgehen. Denn genau diese Dinge begleiten uns ein Leben lang.

Nun wünsche ich euch weiterhin einen schönen Sommer und hoffe, dass ihr trotz der heißen Tage gut auf euch achtgebt.

Bis zum nächsten Mal!

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この記事を書いた人/Autorin dieses Artikels

In Japan aufgewachsen, jetzt in Wien lebende Phytotherapeutin.
Hobbys: Fotografie und Bloggen!

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