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Die Natur von Hara

Hallo ihr Lieben, hier ist Elisa!

Der August neigt sich langsam dem Ende zu. Um diese Jahreszeit muss ich immer besonders oft an meine Großmutter denken, denn am 31. August wäre ihr Geburtstag gewesen. Wenn sie noch leben würde, wäre sie heuer 99 Jahre alt geworden.

Natürlich ertappe ich mich immer wieder bei diesen „Was wäre, wenn“ Gedanken. Und auch wenn man weiß, dass man die Zeit nicht zurückdrehen kann, denke ich manchmal ganz still bei mir, wie schön es gewesen wäre, ihren 99. Geburtstag gemeinsam zu feiern.

Passend zu meinem letzten Beitrag über Karin möchte ich euch heute ein wenig von der Natur rund um Hara erzählen.

Hara, der Ort, in dem wir aufgewachsen sind, ist ein kleines Dorf, das von Bergen, Wäldern und Flüssen umgeben ist. Egal, ob man zu Fuß unterwegs ist oder mit dem Auto durch die Gegend fährt, die Landschaft zeigt sich je nach Jahreszeit immer wieder von einer anderen, wunderschönen Seite.

Im Frühling und Frühsommer leuchten die jungen Reispflanzen in einem kräftigen Grün und bedecken die Felder wie ein großer grüner Teppich.

Wenn man ein Stück mit dem Auto fährt, kommt irgendwann der Yatsugatake in Sicht. Dabei ist es erstaunlich, wie unterschiedlich der Berg aussehen kann, je nachdem, wo man gerade steht.

An diesem Morgen war ich schon sehr früh unterwegs. Unterhalb des Berges lagen Wolken und Nebel, wodurch eine fast märchenhafte Stimmung entstand. Solche Momente sind für mich immer etwas ganz Besonderes.

Direkt unterhalb unseres Hauses beginnt ein Wald.

Dort wachsen Farne dicht an dicht, dazwischen findet man Moos und überall ist die Luft feucht und kühl. Die Luftfeuchtigkeit ist hier ziemlich hoch, aber genau das macht diesen Ort für mich so faszinierend.

Es fühlt sich manchmal an, als würde man plötzlich in eine andere Welt eintauchen. Fast wie in einen alten Urwald oder direkt in eine Szene aus Mein Nachbar Totoro oder Prinzessin Mononoke. Vielleicht mag ich diesen Wald gerade deshalb so sehr.

Und dann sind da natürlich noch die Schmetterlinge, die jeden Sommer wieder in unseren Garten kommen.

An unserem Sommerflieder tummeln sich jedes Jahr die unterschiedlichsten Schmetterlinge. Einer der schönsten ist für mich der Schwarze Schwalbenschwanz.

Meine Großmutter mochte diese Schmetterlinge sehr gern. Deshalb muss ich jedes Mal an sie denken, wenn ich einen sehe. Es ist irgendwie schön, dass solche kleinen Dinge Erinnerungen an einen Menschen bewahren können.

Zur gleichen Zeit waren auch Tagpfauenaugen in unserem Garten unterwegs.

Ihre auffälligen Augenflecken auf den Flügeln sind wohl dazu da, Fressfeinde zu erschrecken. Die Natur hat sich wirklich etwas dabei gedacht. Je länger man hinschaut, desto erstaunlicher wird eigentlich, wie perfekt all diese kleinen Details funktionieren.

Zum Abschluss noch ein Blick auf einen wunderschönen Sonnenuntergang, der zwischen den Wolken hindurchscheint.

Heuer gibt es bei uns besonders häufig kurze Regenschauer am Nachmittag. Aber wenn der Himmel danach wieder aufklart, entstehen manchmal unglaublich schöne Lichtstimmungen. Die letzten Sonnenstrahlen tauchen die Landschaft von Hara in ein ganz besonderes Licht.

Ich werde jetzt noch ein kleines bisschen länger in Japan bleiben und diese Zeit so gut wie möglich genießen.

Gerade weil die Tage so schnell vorbeiziehen, möchte ich die kleinen Augenblicke bewusster wahrnehmen. Einen schönen Sonnenuntergang, einen Schmetterling im Garten, einen Spaziergang durch den Wald oder einfach einen Moment mit der Familie.

Vielleicht sind es genau diese kleinen Dinge, die uns später als besonders schöne Erinnerungen bleiben.

Bis zum nächsten Mal! 🌿

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この記事を書いた人/Autorin dieses Artikels

In Japan aufgewachsen, jetzt in Wien lebende Phytotherapeutin.
Hobbys: Fotografie und Bloggen!

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