Hallo, hier ist Elisa!
In Japan regnet es derzeit immer wieder. Der Taifun vor Kurzem hat vor allem in der Region Kanto, darunter auch in Chiba, große Schäden angerichtet. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, meine ursprünglich geplante Abreise nach Österreich noch ein wenig hinauszuzögern.
In solchen Zeiten wird einem wieder bewusst, dass man nie weiß, wann und wo etwas passieren kann. Den Menschen in den betroffenen Regionen möchte ich an dieser Stelle mein herzliches Mitgefühl aussprechen.
In der Präfektur Nagano waren wir glücklicherweise nicht direkt vom Taifun betroffen. Schon am nächsten Tag zeigte sich der Himmel wieder strahlend blau und es fühlte sich fast so an, als wäre der Sturm einfach weitergezogen und hätte eine klare, ruhige Landschaft zurückgelassen.

Das hier ist übrigens der Anblick am Abend. Zusammen mit der Farbe der reifen Reisähren hat sich eine wunderschöne Landschaft vor mir ausgebreitet. Wenn man gerade in so einem schönen Moment dabei sein darf, den die Natur geschaffen hat, fühlt man sich doch einfach glücklich, oder? Umso mehr denke ich mir, dass wir jeden einzelnen Tag bewusst und dankbar leben sollten!
Nun aber zum eigentlichen Thema.
Seit dem vergangenen Jahr ging es mir gesundheitlich eigentlich ziemlich gut, während ich mich naturheilkundlich begleiten ließ. Doch dann kam plötzlich der Tag, an dem sich am ganzen Körper eine Hautentzündung entwickelte 😢.
Das Ganze passierte übrigens während meiner Reise nach Osaka, von der ich euch in meinem letzten Beitrag erzählt habe. Seit meiner Rückkehr nach Japan war meine Haut bis dahin völlig unauffällig gewesen. Am zweiten Tag in Osaka hatte ich allerdings ziemlich geschwitzt und wollte mich im Hotel kurz mit dem dort vorhandenen Duschgel und Shampoo am ganzen Körper waschen.
Und danach ging alles plötzlich ganz schnell. Die Hautentzündung breitete sich innerhalb kürzester Zeit über meinen ganzen Körper aus.
Am Anfang hatte ich eigentlich nur Juckreiz an den Innenseiten der Ellenbogen, am Hals und an den Fingern. Nach und nach kamen dann aber auch das Gesicht, die Ohren und die Kopfhaut dazu. Und irgendwann breiteten sich die Ekzeme sogar auf die Innenseiten der Knie und die Oberschenkel aus.
Ich war einerseits völlig geschockt, weil ich dachte: „Nicht schon wieder eine Hautentzündung!“ Gleichzeitig ging mir die ganze Zeit die Frage durch den Kopf: „Warum?“
Und leider ist die Sache auch jetzt, mehr als einen Monat später, noch nicht vollständig abgeheilt. Ehrlich gesagt sind diese Tage momentan ziemlich belastend.
Dabei bin ich auf eine Form von Hautentzündung gestoßen, bei der ich mir dachte: „Vielleicht könnte das bei mir zutreffen?“ Deshalb möchte ich heute ein wenig genauer darauf eingehen.
Es geht um die sogenannte Autoekzematisation, auch id-Reaktion genannt.
Dabei soll eine starke Hautentzündung an einer bestimmten Stelle dazu führen können, dass sich Ekzeme plötzlich auch an weit entfernten Körperstellen entwickeln. Zunächst entsteht eine stärkere Entzündung an einer bestimmten Stelle, danach können sich an Armen, Beinen oder am Rumpf kleine rote Pünktchen und starker Juckreiz entwickeln.
Bei mir sieht es tatsächlich ziemlich genau nach diesem Muster aus.
Auch dass die Hautveränderungen häufig symmetrisch auftreten können, würde bei mir passen.
Interessant finde ich auch, dass es dabei nicht unbedingt darum geht, dass der auslösende Stoff im ganzen Körper vorhanden ist und sich deshalb die Entzündung überall ausbreitet. Vielmehr wird davon ausgegangen, dass die Immunreaktion auf die ursprüngliche Hautentzündung auch an anderen Stellen des Körpers eine Reaktion auslösen kann.
Natürlich könnte es auch eine Kontaktdermatitis gewesen sein. Vielleicht hat diese aber bei mir eine solche Autoekzematisation ausgelöst.
Und was könnte der Auslöser gewesen sein?
Ich vermute, dass es die Duftstoffe im Shampoo und im Duschgel gewesen sein könnten.
Normalerweise verwende ich hin und wieder auch Naturkosmetik und Produkte mit natürlichen Inhaltsstoffen. In Hotels benutze ich solche Produkte allerdings so gut wie nie. Diesmal dachte ich mir einfach, ich nehme das Shampoo und das Duschgel kurz her, um den Schweiß abzuwaschen.
Später habe ich mir die Inhaltsstoffe genauer angesehen und festgestellt, dass darin ziemlich viele pflanzliche Bestandteile enthalten waren.
Das hat mir wieder einmal gezeigt, dass Hautreaktionen sowohl durch synthetische Stoffe als auch durch natürliche Inhaltsstoffe ausgelöst werden können.
Und dann wurde es für mich noch interessanter: Sowohl in dem Shampoo bei meinen Eltern zu Hause als auch in einer organischen Pflanzencreme, die ich für kleine Wunden verwendet hatte, war derselbe Inhaltsstoff enthalten!
Vielleicht war also genau darin ein Stoff enthalten, auf den mein Körper reagiert.
Seit ich das bemerkt habe, habe ich jedenfalls alles konsequent weggelassen. Momentan verdünne ich den Apfelessig, der mir damals während meiner Zeit ohne Kortison sehr geholfen hat, und verwende ihn vorsichtig zur Reinigung, damit sich die betroffenen Stellen nicht noch weiter verschlimmern.
Aber wie ich schon erwähnt habe, lässt sich eine einmal ausgelöste Immunreaktion offenbar nicht so einfach wieder beruhigen.
Genau darauf wurde ich übrigens auch bei meinem naturheilkundlichen Gentest hingewiesen. Mein Körper neigt offenbar dazu, leicht Entzündungen zu entwickeln und gleichzeitig langsamer zu heilen. Nun habe ich leider wieder einmal erlebt, dass diese Einschätzung tatsächlich auf mich zutrifft.
Wie der Name meines Blogs schon sagt, möchte ich möglichst naturverbunden leben. Aber auch natürliche Produkte können Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen. Nur weil etwas natürlich ist, bedeutet das also nicht automatisch, dass es für jeden Körper geeignet ist.
Vielleicht ist genau das so eine kleine Falle. Oder vielleicht ist es auch eine Erfahrung, durch die man wieder etwas Neues über sich selbst lernen soll.
Auf jeden Fall hat mir dieses Erlebnis wieder eine neue Sichtweise auf mein eigenes Leben gegeben.
Jetzt hoffe ich allerdings einfach nur, dass meine Haut bald wieder zur Ruhe kommt und endlich vollständig abheilt.
Falls jemand von euch schon einmal etwas Ähnliches erlebt hat, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr eure Erfahrungen mit mir teilt!
Bis zum nächsten Mal und ich hoffe, ihr seid wieder dabei! ⭐


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