Hallo ihr Lieben,
wie geht es euch? Hier ist Karin.
Der Winter in Wien zeigt sich heuer von seiner besonders kalten Seite. Morgens, wenn die Kinder zur Schule gehen, sind es seit Tagen um die minus sieben Grad, eine Kälte, bei der einem das Gesicht regelrecht weh tut. Dazu kommt oft ein kräftiger Wind, der die gefühlte Temperatur noch weiter nach unten zieht. Ehrlich gesagt fällt es selbst mir als Erwachsene schwer, morgens vor die Tür zu gehen. Die Gehsteige, die letzte Woche komplett vereist waren, sind stellenweise immer noch glatt. Ein falscher Schritt und es wird schnell gefährlich. Stürze und Verletzungen möchte man um jeden Preis vermeiden. Diese Tage erinnern mich immer wieder daran, wie wichtig eine stabile Körpermitte und eine gute Balance sind.
Vor einiger Zeit habe ich hier schon einmal über unsere Vorliebe für Holzspielzeug geschrieben. Heute möchte ich ein paar neue Lieblingsstücke vorstellen, die inzwischen bei uns eingezogen sind.
Beginnen wir mit den jüngsten Neuzugängen. Mein Mann gehört zu den Menschen, die mit Christkindlmärkten eher wenig anfangen können. Wenn man sieht, wie sie jedes Jahr ein bisschen glitzernder und lauter werden, kann man das sogar verstehen. Deshalb besuchen wir als Familie meist höchstens einmal im Jahr einen Markt. Letztes Jahr haben wir uns allerdings für den Weihnachtsmarkt im Schloss Hof entschieden.
Schloss Hof liegt etwas außerhalb von Wien und ist ein barockes Schloss aus dem 18. Jahrhundert, das einst als Sommerresidenz von Kaiserin Maria Theresia diente. Der weitläufige Ehrenhof und die terrassenförmigen Gärten verwandeln sich zur Adventzeit in einen stimmungsvollen Markt mit viel Raum, Ruhe und traditionellem Handwerk. Genau diese Atmosphäre macht den Reiz aus.
Natürlich blieben wir auch hier an Holzarbeiten hängen. Vom Schuhlöffel bis zum Schneidebrett gab es vieles, aber besonders die Holzspielzeuge hatten es uns angetan. Diese hier haben sowohl unsere Kinder als auch uns auf den ersten Blick begeistert, unsere neuen Lieblingsstücke.

Als Nächstes: der Holz-Bagger, den der Kleine letztes Jahr zum Geburtstag bekommen hat. Schon zuvor hatte ich hier den Mistwagen der Marke Fagus vorgestellt. Da der Kleine täglich begeistert damit spielte, lag es nahe, ein weiteres Fahrzeug derselben Marke zu schenken zum gemeinsamen Spielen.
In Wien gibt es inzwischen nur noch ein oder zwei Geschäfte, die Holzspielzeug führen. Vermutlich bestellen die meisten Menschen heutzutage online. Trotzdem finde ich gerade bei solchen Dingen den persönlichen Kontakt wichtig: das Anfassen, das Gespräch, die Geschichten. Der Verkäufer in diesem Laden erzählte uns, dass er mit 40 Jahren immer noch ein Fagus-Spielzeug aus seiner eigenen Kindheit besitzt. Solche Spielsachen sind einfach etwas Besonderes.

Zum Schluss möchte ich noch ein ganz besonderes Geschenk vorstellen: der Große hat zum Geburtstag und zu Weihnachten das Schweizer Lernspielzeug Cuboro bekommen. Viele kennen es vermutlich bereits oder sind sogar Fans. Die Würfel (ca. fünf Zentimeter groß) haben Rillen und Tunnel auf der Oberfläche und im Inneren. Kombiniert man sie geschickt, entstehen nicht nur sichtbare Wege, sondern auch versteckte Durchgänge, durch die Murmeln dreidimensional rollen. Das Design ist schlicht, die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Je nach Alter lässt sich der Schwierigkeitsgrad anpassen. Wenn ich sehe, mit welcher Konzentration und Kreativität der Große baut, bin ich jedes Mal beeindruckt, manches Bauwerk übertrifft längst meine Vorstellungskraft.


Eine kleine Hintergrundgeschichte noch: Eigentlich wollte mein Mann Cuboro schon seit Jahren haben. Dass er es auch ein bisschen für sich selbst gekauft hat, ist ziemlich offensichtlich. Aber da der Große so begeistert spielt, geht das völlig in Ordnung. Dass die Bauwerke unseres Sohnes bald die seines Vaters übertreffen werden, ist vermutlich nur eine Frage der Zeit und als Eltern freut uns das natürlich sehr.
Die kalten Tage werden uns wohl noch eine Weile begleiten. Passt gut auf euch auf und bleibt gesund.
Bis bald!


コメント/Kommentare