{"id":3781,"date":"2026-08-01T21:00:00","date_gmt":"2026-08-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/mathae.jp\/blog\/?p=3781"},"modified":"2026-07-26T02:25:15","modified_gmt":"2026-07-25T17:25:15","slug":"korper-seele","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mathae.jp\/blog\/de\/korper-seele\/","title":{"rendered":"K\u00f6rper &amp; Seele"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hallo, hier ist Elisa!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und schon sind wir im August angekommen! Ich hoffe, euch geht es gut und ihr k\u00f6nnt den Sommer genie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade diese Zeit im Jahr ist nicht immer ganz einfach f\u00fcr unseren K\u00f6rper. Die gro\u00dfe Hitze drau\u00dfen und gleichzeitig die K\u00e4lte durch Klimaanlagen k\u00f6nnen dazu f\u00fchren, dass man sich schneller ersch\u00f6pft f\u00fchlt oder aus dem Gleichgewicht kommt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier in Europa sehe ich viele Menschen, die ihren Tag ganz bewusst beginnen. Fr\u00fch am Morgen gehen sie durch das Gr\u00fcne spazieren, laufen eine Runde oder bewegen sich einfach in der Natur, bevor sie zur Arbeit gehen. Auch ich geh\u00f6re dazu.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"683\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/mathae.jp\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/DSC_0114-683x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3765\" style=\"width:378px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/mathae.jp\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/DSC_0114-683x1024.jpg 683w, https:\/\/mathae.jp\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/DSC_0114-200x300.jpg 200w, https:\/\/mathae.jp\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/DSC_0114-768x1152.jpg 768w, https:\/\/mathae.jp\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/DSC_0114-1024x1536.jpg 1024w, https:\/\/mathae.jp\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/DSC_0114-1365x2048.jpg 1365w, https:\/\/mathae.jp\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/DSC_0114.jpg 1600w\" sizes=\"(max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Joggen ist ehrlich gesagt nicht gerade meine St\u00e4rke, deshalb bin ich eher diejenige, die lange Spazierg\u00e4nge macht. Aber gerade am fr\u00fchen Morgen, wenn die Luft noch angenehm frisch ist, tut es unglaublich gut, sich zu bewegen und ruhig in den Tag zu starten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn ich dar\u00fcber nachdenke, wie sehr ein einfacher Spaziergang die Stimmung ver\u00e4ndern kann, wird einem wieder bewusst, wie eng K\u00f6rper und Seele miteinander verbunden sind. Genau dar\u00fcber m\u00f6chte ich heute ein wenig schreiben und eine pers\u00f6nliche Geschichte mit euch teilen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist mittlerweile \u00fcber 15 Jahre her, aber damals lebte bei uns ein Deutscher Sch\u00e4ferhund namens Domingo. Wir hatten ihn aufgenommen, als ich ungef\u00e4hr f\u00fcnf Jahre alt war. F\u00fcr mich war er nicht einfach nur ein Hund. Er war ein Teil der Familie, fast wie ein Geschwisterkind, mit dem ich aufgewachsen bin.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade ein Deutscher Sch\u00e4ferhund ist durch seine Gr\u00f6\u00dfe und seine Ausstrahlung nat\u00fcrlich ein ganz besonderer Begleiter. Er war einfach immer pr\u00e4sent.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"667\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/mathae.jp\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/DSC_5500-667x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3770\" style=\"aspect-ratio:0.6513793274231093;width:387px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/mathae.jp\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/DSC_5500-667x1024.jpg 667w, https:\/\/mathae.jp\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/DSC_5500-195x300.jpg 195w, https:\/\/mathae.jp\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/DSC_5500-768x1179.jpg 768w, https:\/\/mathae.jp\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/DSC_5500-1001x1536.jpg 1001w, https:\/\/mathae.jp\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/DSC_5500-1334x2048.jpg 1334w, https:\/\/mathae.jp\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/DSC_5500-scaled.jpg 1668w\" sizes=\"(max-width: 667px) 100vw, 667px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Domingo wurde zw\u00f6lf Jahre alt, was f\u00fcr einen so gro\u00dfen Hund ein wirklich sch\u00f6nes Alter ist. Leider bekam er gegen Ende seines Lebens ein Lymphom in der Lunge. Er konnte kaum noch fressen, hatte sichtbar Schmerzen und wurde immer schw\u00e4cher. Diese Entwicklung mitanzusehen, war f\u00fcr mich als Jugendliche unglaublich schwer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich war damals ungef\u00e4hr 16 oder 17 Jahre alt und die Trauer hat mir regelrecht den Boden unter den F\u00fc\u00dfen weggezogen. Ich konnte pl\u00f6tzlich nichts mehr essen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schon als Kind hatte ich manchmal Phasen gehabt, in denen mir vor lauter Stress oder seelischer Belastung \u00fcbel wurde und ich nichts hinunterbekam. Damals nannte man das bei mir \u201eSelbstvergiftung\u201c, heute w\u00fcrde man vermutlich eher von einer k\u00f6rperlichen Reaktion auf psychische Belastung sprechen. Deshalb dachte ich zun\u00e4chst, dass einfach meine innere Balance wieder aus dem Gleichgewicht geraten war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber dieses Mal dauerte es viel l\u00e4nger.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schon bevor Domingo starb, war mir st\u00e4ndig \u00fcbel und ich konnte kaum essen. Mehrmals bekam ich Infusionen und wurde wieder nach Hause geschickt. Am Tag seines Todes musste ich schlie\u00dflich selbst ins Krankenhaus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Meine Mutter hatte damals eine unglaublich schwere Zeit. Nachdem sie bei der Ein\u00e4scherung von Domingo gewesen war, musste sie direkt mit mir ins Krankenhaus fahren. Im Nachhinein denke ich oft dar\u00fcber nach, wie belastend diese Zeit auch f\u00fcr sie gewesen sein muss.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich war ungef\u00e4hr zwei Wochen im Krankenhaus. Das Seltsame war, dass ich nicht st\u00e4ndig erbrechen musste. Mir war einfach ununterbrochen schlecht und ich hatte \u00fcberhaupt keinen Appetit. Egal welche Untersuchungen gemacht wurden, man fand keine eindeutige Ursache.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Einzige, was festgestellt wurde, war eine sehr starke Eisenmangelan\u00e4mie. Vielleicht war auch das ein Faktor, der meinen K\u00f6rper zus\u00e4tzlich geschw\u00e4cht hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einem Krankenhaus wurde meiner Familie sogar gesagt, dass die Eltern schuld seien und man mich von ihnen trennen m\u00fcsse. In einem anderen Krankenhaus bekam meine Mutter den Rat, nie wieder einen Hund anzuschaffen.<br>Bl\u00f6dsinn!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute w\u00fcrde ich wahrscheinlich anders mit der Situation umgehen. Ich w\u00fcrde mehr darauf achten, wie wichtig Ern\u00e4hrung, Bewegung und ein stabiler Alltag f\u00fcr die Erholung sind. Aber damals hatte ich dieses Wissen nat\u00fcrlich noch nicht. Es dauerte schlie\u00dflich etwa ein halbes Jahr, bis ich mich wieder vollst\u00e4ndig erholt hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was ich damals am eigenen K\u00f6rper gelernt habe: Wenn das Nervensystem einmal aus dem Gleichgewicht geraten ist, braucht es Zeit und Geduld, bis wieder alles in Ordnung kommt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man kann sich nicht einfach sagen: \u201eJetzt werde ich wieder gesund\u201c, und erwarten, dass alles sofort verschwindet. Viel wichtiger ist es, den K\u00f6rper wieder zu st\u00e4rken, einen geregelten Alltag aufzubauen und ihm die M\u00f6glichkeit zu geben, mit Stress besser umzugehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei mir begann die Besserung langsam durch ganz einfache Dinge. Wieder regelm\u00e4\u00dfig zur Schule gehen, lernen, mich bewegen, richtig essen und ausreichend schlafen. Diese kleinen Routinen haben meinem K\u00f6rper geholfen, wieder Vertrauen und Stabilit\u00e4t zu finden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und dabei war meine Mutter eine unglaublich wichtige Unterst\u00fctzung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Erfahrung war f\u00fcr mich eine der ersten Situationen, in denen ich wirklich verstanden habe, wie eng unsere Gedanken, Gef\u00fchle und unser K\u00f6rper miteinander verbunden sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bis heute gibt mir diese Erinnerung sogar Kraft. Wenn ich schwierige Zeiten habe, denke ich manchmal zur\u00fcck und sage mir: \u201eDamals hast du es auch geschafft. Also wirst du auch diesmal einen Weg finden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir leben heute in einer Gesellschaft, in der viele Menschen unter gro\u00dfem Druck stehen. Besonders junge Menschen haben meiner Meinung nach oft mit noch mehr Belastungen zu k\u00e4mpfen als wir damals als Teenager.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nat\u00fcrlich sind psychische Probleme sehr komplex und jeder Mensch braucht andere Unterst\u00fctzung. Trotzdem glaube ich, dass die Grundlagen oft dieselben bleiben: ein gesunder Alltag, gutes Essen, Bewegung, Zeit in der Natur, Begegnungen mit Menschen und Tieren sowie ausreichend Schlaf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vielleicht sollten wir Kindern und Jugendlichen nicht nur beibringen, wie sie m\u00f6glichst viele Informationen aufnehmen k\u00f6nnen, sondern auch, wie sie gut mit ihrem eigenen K\u00f6rper umgehen. Denn genau diese Dinge begleiten uns ein Leben lang.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun w\u00fcnsche ich euch weiterhin einen sch\u00f6nen Sommer und hoffe, dass ihr trotz der hei\u00dfen Tage gut auf euch achtgebt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bis zum n\u00e4chsten Mal!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo, hier ist Elisa! Und schon sind wir im August angekommen! 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