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Heilung an der Wurzel

Hallo ihr Lieben, hier ist Elisa!

Es ist weiterhin kalt, wie geht es euch?

In den letzten Jahren gab es im Winter in Wien kaum Schnee, aber dieses Jahr hat es schon ein paar Mal kräftig geschneit. Der Schnee in der Stadt ist zwar oft nicht sehr sauber, aber wenn es am nächsten Tag wieder aufklart, sieht die Landschaft manchmal richtig schön aus.

An einem Tag im Jänner habe ich meine Gummistiefel angezogen und bin zum Schloss Schönbrunn spazieren gegangen. Das Schloss habe ich schon öfter in meinem Blog erwähnt, aber nicht nur der Park im Sommer mit seinem Grün passt gut, auch die Gloriette auf dem Hügel sieht mit Schnee sehr schön aus.

Der Kontrast zwischen dem blauen Himmel, dem weißen Schnee und dem Maria-Theresien-Gelb der Gebäude ist wirklich besonders. Es war zwar so kalt, dass mir die Hände fast eingefroren sind, aber die klare Luft hat den Morgen sehr angenehm gemacht. 🌞

Jetzt komme ich zum Thema des Titels. Ich habe vor über zehn Jahren zum ersten Mal alleine mit dem Bloggen angefangen. Damals habe ich Klavier an der Universität studiert und Schreiben war mein Hobby. Und ich wollte ein bisschen über mein Musikleben in Wien im ehmaligen Blog erzählen. Einige Jahre später habe ich dann die Erfahrung gemacht, die auch die Grundlage für unseren Blogbeitrag bildet, „das Absetzen von Steroiden“. Das war im Januar 2016, also genau vor zehn Jahren.

Beim Absetzen von Steroiden geht es hier um das Stoppen der langjährigen Anwendung von steroidhaltigen Cremes, die bei Hautentzündungen, wie zum Beispiel Neurodermitis, eingesetzt werden. Im Körper werden eigentlich Steroidhormone wie Cortisol produziert, die helfen, Entzündungen der Haut zu regulieren. Wenn dieses Gleichgewicht durch verschiedene Ursachen gestört wird, treten Hautentzündungen auf. Die ärztlich verschriebenen Steroidcremes sind künstliche Steroide. Ich habe angefangen, sie als Jugendliche bei leichten Hautproblemen zu verwenden. (Mehr zum Absetzen der Steroide findet ihr hier.)

Die Anwendung war täglich, aber nur wenig, und dauerte mehrere Jahre, am Ende fast sechs Jahre. Ich dachte, wenn ich aufhöre, wird alles besser. Doch als ich die Cremes absetzte, war mein Körper nicht mehr in der Lage, genügend eigenes Cortisol zu produzieren, und eine heftige Entzündung breitete sich am ganzen Körper aus. Die erste große Welle hielt etwa acht Monate an. Diese Phase nennt man „Rebound“. Solche Rebounds können mehrmals auftreten, je nachdem wie lange und stark man die Steroide verwendet hat. Als es langsam besser wurde, zeigte sich das eigentliche Hautproblem. Ich las viele Blogs und Bücher von Menschen mit ähnlichen Erfahrungen und hoffte, dass nach dieser Phase alles wieder gut werden würde.

Doch auch zehn Jahre später treten regelmäßig Entzündungen auf, und die Haut ist nicht vollständig geheilt. Wo liegt die Ursache? Dieser Gedanke kreist ständig in meinem Kopf, und ich fühlte mich gefangen in einer Endlosschleife. Außerdem war ich als Kind ziemlich sensibel, hatte oft Probleme mit Magen und Darm und auch psychische Belastungen. Ich vermutete, dass das alles zusammenhängt, aber niemand konnte mir eine klare Antwort geben.

Vor drei Jahren änderte sich einiges, als meine Mutter wegen Divertikulitis ins Krankenhaus musste. Diese Krankheit kannten weder sie noch ich, und dass meine sonst sehr gesunde Mutter plötzlich stationär behandelt wurde, war ein großer Schock. Ich begann im Internet nach Informationen zu suchen, was Divertikulitis eigentlich ist und ob es Heilungsmöglichkeiten gibt.

Dabei stieß ich auf eine YouTube-Reihe von „Naturopath Saya“. Ihre Videos waren so spannend, dass ich jeden Tag welche anhörte. Ich fragte mich, was ein Naturopath genau macht, und besuchte ihre Webseite.

Ein Naturopath ist in Australien ein staatlich geprüfter Beruf, der sechs Jahre Studium in Epidemiologie, Biochemie, Mikrobiologie, Genetik, Pharmazie, Ernährung und traditioneller chinesischer Medizin umfasst. Sie sind also echte Gesundheits Profis. Besonders beeindruckt hat mich ihr Motto „Heal from the root.“ , genau nach so einer ganzheitlichen Heilung hatte ich gesucht.

Ich nahm Kontakt zu Saya auf, wir erarbeiteten einen Plan, und schließlich ließ ich umfangreiche Untersuchungen machen, also Blutabnahme, Haaranalysen auf Schwermetalle, Darmflora-Tests und sogar Gentests. Was steckt wirklich hinter meinen Problemen?

Nach zwei Online-Sitzungen wurden die Ergebnisse klarer und ich möchte hier einige Punkte grob zusammenfassen.

😢 Die Haaranalyse zeigte, dass zwar keine gefährlichen Schwermetalle über dem Grenzwert waren, aber wichtige Mineralien wie Natrium, Kalium, Magnesium und Kalzium stark fehlten. Das war bei den bisherigen Bluttests in der Klinik nie aufgefallen. Mineralstoffmangel stört das Elektrolytgleichgewicht und beeinträchtigt Funktionen von Nerven und Muskeln usw. Mein Körper war also praktisch wie eine Wüste, ein Mineralmangel als erstes großes Problem.

😢 Außerdem wurde eine schwere Eisenmangelanämie festgestellt. Das ist auch ein Mineralstoffproblem, denn mein Ferritinwert, der den Eisenspeicher im Körper anzeigt, war dauerhaft niedrig. Dass der Wert diesmal wenigstens zweistellig blieb, fand ich schon fast erfreulich 😅. Ferritin wird hauptsächlich in der Leber gespeichert. Wenn die Leber nicht richtig funktioniert, sinkt der Ferritinspiegel. Das könnte bei mir ein Grund sein, warum sich keine Reserven aufbauen.

😢 Beim Bluttest fiel auch ein erhöhter Homocysteinwert auf. Das wird normalerweise nicht oft getestet, ist aber wichtig, weil ein hoher Wert die Blutgefäße schädigt und die Durchblutung verschlechtert. Das erhöht das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall… Bei mir sind außerdem die Blutplättchen oft erhöht, was das Blut „dicker“ macht. Eisenmangel kann ein Grund sein, aber ich muss das dringend in den Griff bekommen. Ein Hauptgrund für erhöhtes Homocystein ist ein Mangel an B-Vitaminen (bei mir insbesondere B6 und Folsäure). Ab jetzt liegt der Fokus auf der Zufuhr dieser Vitamine. Außerdem spielt das Nährstoff Cholin eine wichtige Rolle für die Gefäß-und auch Gehirngesundheit. Diese Nährstoffe kommen vor allem in tierischen Lebensmitteln vor. Wer hauptsächlich pflanzlich isst, sollte besonders darauf achten.

😢 Beim Darmflora Test zeigte sich ebenfalls ein Problem, „Leaky-Gut-Syndrom„. Das bedeutet, dass die Darmwand beschädigt ist und Stoffe durchlässt, die normalerweise draußen bleiben sollten. So gelangen Giftstoffe in den Körper, was die Hautprobleme erklärt. Besonders schlechte Bakterien waren stark vertreten. Meine Behandlung begann deshalb mit der Bekämpfung dieser „bösen“ Darmbakterien. Außerdem wirkt sich eine schlechte Darmflora negativ auf die Hormonbalance aus, insbesondere auf Östrogen. Bei mir wird zu viel Östrogen über den Darm nicht ausgeschieden, was zu einem Überschuss führt. Faszinierend, wie eng alles zusammenhängt!

😢 Bei den Gentests gab es eine Überraschung…Meine Gene sind typisch japanisch! Konkret heißt das, dass ich die Gene habe, die Fett und Laktose in Milchprodukten nicht gut abbauen können, also eine Unverträglichkeit. Ich habe diese Gene von meiner Mutter geerbt. Obwohl ich Milchprodukte liebe, war das eine Überraschung, aber auch eine Erleichterung, denn ich wusste bisher nicht genau, was ich meiden sollte. Es scheint, dass gerade diese Unverträglichkeit zum Leaky-Gut beiträgt. Alles hängt zusammen. Außerdem neige ich genetisch zu Entzündungen, langsamer Heilung und einer eingeschränkten Leberentgiftung. Meine Ernährung muss deshalb genau darauf abgestimmt sein. Zudem gibt es Substanzen, die mein Körper nur schwer verwerten kann, was auch psychische Probleme wie Angstzustände erklären könnte. Jetzt macht vieles Sinn!

Das war nur ein kleiner Ausschnitt, aber man sieht schon, wie viel zu tun ist 💪. Ich bekomme jetzt genaue Empfehlungen, wie ich Darmflora und Leberfunktion verbessern und Mineralien sowie essentielle Fettsäuren ergänzen kann. Der Plan läuft gut.

Vorher habe ich schon Allergietests und viele Nährstoffanalysen gemacht, aber die „WURZELN“ wurden nie gefunden. Die umfassenden Untersuchungen jetzt haben geholfen, die Zusammenhänge zu erkennen und die Behandlung viel einfacher zu machen.

Neben meiner genetischen Veranlagung kommen auch schädliche Einflüsse von Kindheit an dazu, wie zum Beispiel Impfstoffe, Antibiotika, Steroide, Lebensmittelzusatzstoffe und Umweltgifte , die meinen Körper lange belastet haben. Leider gab es keine Mediziner, die das ernst genommen haben. Medikamente lindern zwar Symptome, können aber auch neue Krankheiten verursachen. Ich habe lange an der Schulmedizin gezweifelt, vor allem wenn es um chronische Beschwerden geht (nicht gegen die Schulmedizin an sich😉), doch jetzt sehe ich einen Weg, „Heilen an der Wurzel.“ Das ist mein Weg, und jetzt gibt es endlich Licht am Ende des Tunnels.

Die Ursachen zu finden und zu behandeln ist kein schneller Prozess. Es kann Monate oder Jahre dauern, und man muss selbst aktiv sein und sein Leben bewusst gestalten. Aber zu wissen, dass es jemanden gibt, der sich wirklich um einen kümmert, hat mir so viel Ruhe gegeben. Ich freue mich jetzt sehr auf die Zukunft 😌.

Ich bin ihr sehr dankbar und hoffe, dass das Bewusstsein für ganzheitliche Heilung statt nur Symptombehandlung weiter wächst. Am Ende sind wir selbst die besten Ärzte für unseren Körper.

Vielen Dank, dass ihr bis zum Schluss gelesen habt!

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この記事を書いた人/Autorin dieses Artikels

In Japan aufgewachsen, jetzt in Wien lebende Phytotherapeutin.
Hobbys: Fotografie und Bloggen!

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