Hallo, hier ist Elisa!
Letzte Woche hat Karin auch geschrieben, aber dieses Jahr hat es hier in Wien mehrmals heftig geschneit, sodass sogar der Flughafen zeitweise geschlossen werden musste. In dieser Zeit kam eine weitere Schwester nach Wien zu Besuch, und so haben wir drei Schwestern endlich wieder einmal gemeinsam ein Café besucht. In Wien gehört die Kaffeehauskultur fest zum Leben. In den letzten Jahren sind vor allem kleine, schöne französische Törtchen sehr beliebt geworden. Es gibt auch immer mehr Cafés, die solche Törtchen anbieten. Eine klassische „Wiener Torte“ kennt man ja als groß und cremig. Aber ab und zu kann man auch mal ein hübsches, fotogenes Törtchen genießen, oder? 😄

Es war kurz nach Valentinstag, und wir haben ein besonders süßes Törtchen entdeckt und sofort bestellt 💕. Die Basis war aus Kokos, und oben war ein roter Teil aus Himbeeren, eine schöne Mischung aus sauer und süß. Die Zeit mit meinen Schwestern verging sehr schnell, aber sie war wirklich wertvoll!
Jetzt wechsle ich das Thema. Im letzten Beitrag habe ich schon über „Duftbelastung“ geschrieben, und ich möchte das Thema noch einmal aufgreifen.
Wir Menschen haben die fünf Sinne, um unsere Umgebung wahrzunehmen: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen. Besonders der Geruchssinn ist spannend, denn er ist der älteste unserer Sinne. Er hat sich nicht nur entwickelt, um Gefahren zu erkennen oder das Überleben der Nachkommen zu sichern, sondern er ist auch besonders, weil Duftmoleküle direkt über die Nase in das „limbische System“ im Gehirn gelangen können.

Das klingt vielleicht kompliziert, ist aber eigentlich einfach. Düfte wirken direkt auf unser Gehirn. Das limbische System ist einer der ältesten Teile im Gehirn und enthält Strukturen wie den Hippocampus, der für Erinnerungen zuständig ist, die Amygdala, die Emotionen verarbeitet und entscheidet, ob etwas angenehm oder unangenehm ist, und den Gyrus cinguli. Deshalb erinnert man sich beim Riechen an Dinge oder entscheidet sofort, ob man etwas mag oder nicht. Die Duftmoleküle gelangen in die Riechzellen, und von dort dauert es nur etwa 0,2 Sekunden, bis die Signale das Gehirn erreichen. So schnell urteilen wir über vieles! Außerdem arbeitet das limbische System eng mit dem Hypothalamus zusammen, der das autonome Nervensystem und die Hormone steuert. Düfte können also, ob positiv oder negativ, den ganzen Körper beeinflussen.
Diese Wirkung nutzt man für Gesundheit und Schönheit in der Aromatherapie. Dabei werden ätherische Öle, die Pflanzen als Schutz produzieren, in verdünnter Form zum Beispiel in Pflanzenöl für Massagen oder Duftbäder verwendet. Sie helfen besonders bei Stress oder bei Problemen mit dem autonomen Nervensystem oder den weiblichen Hormonen. Natürlich gilt auch hier. Selbst natürliche Düfte können schädlich sein, wenn man sie falsch anwendet. Mit der richtigen Dosierung kann der Körper sie aber sicher ausscheiden.
Drehen wir den Gedanken um. Künstliche, schädliche Duftstoffe können ebenfalls Gehirn, Psyche und den ganzen Körper negativ beeinflussen. Wie ich schon im letzten Blog geschrieben habe, gewöhnt man sich oft so sehr an dauerhafte Gerüche in der Umgebung, dass man sie gar nicht mehr merkt. Besonders synthetische Duftstoffe und Chemikalien können über Nase, Mund oder Haut in den Körper gelangen, sich dort anreichern und nur schwer abgebaut werden. Sie lagern sich vor allem in fettigen Körperbereichen ab, bei Frauen zum Beispiel in Brust oder Gebärmutter, bei Männern in der Prostata, außerdem in Leber und Gehirn. Ein beängstigender Gedanke.
Schauen wir uns zum Schluss ein paar Chemikalien an, die in synthetischen Duftstoffen besonders problematisch sein können:
- Synthetischer Moschus: Natürlicher Moschus stammt aus Drüsen männlicher Moschustiere und ist heute sehr selten und teuer. Synthetischer Moschus ist billig, stark duftend, schwer abbaubar und lagert sich im Körper ab, zum Beispiel in Muttermilch. Das heißt, dieser Stoff kann auch an das gestillte Baby weitergegeben werden. Und synthetischer Moschus kann sogar Allergien, Atemprobleme oder hormonelle Störungen auslösen.
- Butylphenyl Methylpropional: Auch „Lilial“ genannt, ahmt den Duft von Lilien oder Maiglöckchen nach. Es steckt in Parfums, Lotionen oder Shampoos (oder steckte dort früher) und kann die Fortpflanzung beeinträchtigen. In vielen europäischen Ländern ist es schon verboten, auch in Japan wird die Verwendung überprüft.
- Phthalate (Phthalatester): Eher Stabilisatoren als Duftstoffe, sie verlängern die Haltbarkeit von Parfums oder Kosmetika. Sie können das Hormonsystem oder die Fortpflanzung stören. In der EU und auch in Japan gibt es strenge Vorschriften, trotzdem sind sie noch im Umlauf.
Das sind nur einige Beispiele. Synthetische Duftstoffe und ihre Stabilisatoren oder Emulgatoren enthalten viele potenziell schädliche Stoffe. Wenn man beim Einkaufen aufmerksam ist, kann man vielleicht für sich selbst, andere und auch die Umwelt sorgen.
Düfte sind faszinierend und prägen, wie wir Menschen wahrnehmen und einschätzen. Aber wenn sie langsam den Körper schädigen, ist der Nutzen dahin. Werbung setzt oft bekannte Gesichter ein und lockt dich zum Kauf, genau hier lohnt es sich, einen Schritt zurückzutreten und deine Wahl zu überdenken.
Danke, dass du bis zum Ende gelesen hast! Ich freue mich schon auf den nächsten Beitrag🍀


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